Interventionen bei Gewebeveränderungen in den Praxen von Radiologie 360°
Interventionen bei Gewebeveränderungen bei Radiologie 360° in NRW

Interventionen

Haben unsere Mediziner einen Hinweis auf eventuell krankhaft verändertes Gewebe in Ihrer Brust gefunden, sollte die Verdachtsdiagnose weiter abgeklärt werden. In der Regel führen wir zu diesem Zweck eine Biopsie (Gewebeentnahme) durch.

Um Gewebe präzise entnehmen zu können, führen wir Gewebeentnahmen immer begleitet durch ein bildgebendes Verfahren durch. Dabei wählen wir das Verfahren, mit dem wir das zu entnehmende Gewebe am besten darstellen und erkennen können. Mikrokalk in der Brust lässt sich beispielsweise am besten mittels Röntgen erkennen, daher entnehmen wir dieses Gewebe entsprechend röntgengesteuert.

Zystenpunktion

Dieses beschwerdefreie Verfahren wenden wir nur bei solchen Zysten an, die Sie als Patientin stören oder die Auffälligkeiten aufweisen. Unter Ultraschallkontrolle saugt der Arzt mit einer dünnen Nadel Zystenflüssigkeit in eine Spritze. Sie merken dabei lediglich einen kurzen Einstich in die Haut. Der Pathologe begutachtet die Flüssigkeit und erstellt einen Befund, den Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt bei Bedarf ausführlich mit Ihnen bespricht.

Ultraschallgesteuerte Gewebeentnahme (Biopsie)

Diese Biopsie dient der feingeweblichen Untersuchung einer im Ultraschall erkennbaren Gewebeveränderung. Vor der ultraschallgesteuerten Gewebeentnahme erhalten Sie eine örtliche Betäubung. Mit einer Hohlnadel entnehmen wir dem erkrankten Gewebe drei bis fünf Proben, die von unseren Pathologen untersucht werden.

Röntgengesteuerte Gewebeentnahme (Biopsie) / Vakuumassistierte Biopsie (VAB) bzw. Tomobiopsie

Die VAB führen wir röntgengesteuert durch, während die Patientin am Mammographiegerät steht oder liegt – das heißt: mit der gleichen Bildqualität wie die diagnostischen Mammographie- Aufnahmen und für die Patientin wenig belastend. Wird das zu biopsierende Gewebe mittels Tomosynthese lokalisiert, spricht man von der Tomobiopsie. Nach bisherigen Erkenntnissen verringert dieses Verfahren den Zeitaufwand und die Strahlenexposition. Unter örtlicher Betäubung und mit Hilfe eines Vakuums werden dann ca. zwölf Proben des erkrankten Gewebes angesaugt und entnommen. Um die Entnahmestelle für eventuelle zukünftige Therapien oder Untersuchungen zu markieren, legen wir einen kleinen Metallclip in die Biopsiehöhle. Der Clip ist nicht magnetisch und beeinflusst Sie in keiner Weise.

MRT-gesteuerte Gewebeentnahme (Biopsie)

Wir bieten Ihnen in unseren Radiologie 360° Praxen die MRT-gesteuerte Gewebeentnahme ambulant an. Dieses Verfahren wenden wir nur an, wenn die MRT-Untersuchung Veränderungen Ihrer Brust gezeigt hat, die in der Mammographie und im Ultraschall nicht zu sehen sind aber mit einer Gewebeprobe abgeklärt werden sollen. Die Untersuchung dauert ca. eine Stunde. Sie werden wie bei der Mamma-MRT liegend gelagert und erhalten ein Kontrastmittel, damit das zu entnehmende Gewebeareal lokalisiert werden kann. Unter örtlicher Betäubung entnehmen wir Ihnen mehrere Proben. Um die Entnahmestelle für eventuelle zukünftige Untersuchungen zu markieren, legen wir einen kleinen Metallclip in die Biopsiehöhle. Der Clip ist nicht magnetisch und beeinflusst Sie in keiner Weise. Bei allen Gewebeentnahmen (Biopsien) untersucht der Pathologe das Gewebe und erstellt einen Befund, den Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt ausführlich mit Ihnen bespricht. Ist der Befund positiv, nimmt der Pathologe weiterführende Untersuchungen vor, beispielsweise Hormonrezeptorbestimmungen, die mehr über den Tumor aussagen.

Drahtmarkierung

Mit diesem Verfahren markieren wir erkranktes Gewebe in Ihrer Brust vor einer brusterhaltenden Operation, so dass es vollständig und so gewebeschonend wie möglich operativ entfernt werden kann. Bildgesteuert und unter örtlicher Betäubung markieren wir das betroffene Gewebe mit einem medizinischen Draht, dessen Ende bis zum Operationstermin durch einen Verband geschützt wird. Wir führen die Drahtmarkierung im Rahmen Ihres stationären Aufenthalts kurz vor der Operation durch. Die Drahtmarkierung kann mit sämtlichen bildgebenden Verfahren (Röntgen, Ultraschall, MRT) gesteuert werden.